Saugroboter: Stromkosten, Akku, Wischen und Datenschutz
Ein Saugroboter nimmt dir das tägliche Staubsaugen ab, viele Modelle wischen auch. Beim Strom ist er genügsam. Teurer werden eher Station und Ersatzteile – und spannend ist die Frage, was die App über deine Wohnung weiß. Hier das Wichtigste in Kürze.

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Inhalt: 6 Abschnitte
Stromverbrauch: meist nur wenige Euro im Jahr
Viele Saugroboter haben einen Akku mit rund 5.000 mAh bei 14,4 Volt, also etwa 70 bis 75 Wh. Eine volle Ladung braucht mit Ladeverlusten grob 0,1 kWh. Dazu kommt der Stand-by-Verbrauch an der Ladestation, meist ein bis fünf Watt rund um die Uhr.
| Posten | Annahme | Pro Jahr |
|---|---|---|
| Täglich eine Akkuladung | ca. 0,1 kWh × 365 | ca. 37 kWh |
| Stand-by an der Station | 3 W × 8.760 Stunden | ca. 26 kWh |
| Zusammen | bei 37 ct/kWh | ca. 23 € |
Wer nur jeden zweiten Tag saugen lässt, liegt darunter. Stationen, die Wischmopps waschen und mit warmer Luft trocknen, brauchen pro Durchgang zusätzlich Strom; das Absaugen des Staubbehälters dauert dagegen nur Sekunden. Was deine Station wirklich zieht, zeigt ein Energiekostenmessgerät. Was das kostet, rechnest du im Geräte-Stromkosten-Rechner nach.
Akku und Laufzeit
- Laufzeit: Die Herstellerangabe gilt meist für die kleinste Saugstufe auf Hartboden. Auf Teppich und mit höherer Stufe ist der Akku schneller leer. Gute Geräte fahren dann zur Station, laden nach und machen an derselben Stelle weiter.
- Lebensdauer: Lithium-Ionen-Akkus verlieren über die Jahre Kapazität. Prüfe vor dem Kauf, ob es Ersatzakkus gibt und ob du sie selbst tauschen kannst.
- Folgekosten: Seitenbürsten, Hauptbürste, Filter, Mopps und bei Absaugstationen die Staubbeutel sind Verschleißteile. Schau, ob du sie beim Hersteller nachkaufen kannst.
Wischen: was der Mopp kann und was nicht
- Einfaches Wischtuch: Der Roboter zieht ein feuchtes Tuch hinter sich her – gut gegen Staub, schwach bei Flecken.
- Vibrierende oder rotierende Mopps: Sie schaffen leichte, frische Verschmutzungen besser. Eingetrocknete Flecken bleiben oft trotzdem.
- Teppich: Wichtig ist, dass der Roboter die Mopps auf Teppich anhebt oder Teppiche beim Wischen umfährt. Sonst wird der Teppich nass.
- Station mit Moppwäsche: Bequem, aber Frisch- und Schmutzwassertank musst du regelmäßig füllen, leeren und reinigen, sonst riecht es.
Ein Wischroboter hält Böden zwischendurch sauber. Das gründliche Wischen von Zeit zu Zeit ersetzt er nicht.
App und Datenschutz
Moderne Saugroboter erstellen eine Karte deiner Wohnung, manche haben zusätzlich eine Kamera zur Hinderniserkennung. Diese Daten landen oft auf Servern des Herstellers. Stiftung Warentest prüft in ihren Saugroboter-Tests deshalb auch, welche Daten die Apps senden, und findet dabei immer wieder unnötigen Datenverkehr.
- Vor dem Kauf: Datenschutzerklärung lesen und prüfen, ob Grundfunktionen auch ohne App und Konto laufen.
- Kamera: Eine Live-Ansicht aus der Wohnung aufs Handy brauchst du in der Regel nicht – schalte sie ab, wenn das geht.
- WLAN: Den Roboter möglichst in ein Gast-WLAN oder ein eigenes Netz für Smart-Home-Geräte hängen und Updates installieren.
- Verkaufen oder entsorgen: Vorher auf Werkseinstellungen zurücksetzen und das Gerät aus deinem Konto in der App entfernen.
Lohnt sich ein Saugroboter?
Er spart vor allem Zeit, kaum Geld. Am besten arbeitet er in Wohnungen mit wenigen Schwellen, freien Böden und ohne Kabelsalat. Wer viele Teppiche mit Fransen, hohe Türschwellen oder sehr verwinkelte Räume hat, sollte die Grenzen der Geräte kennen und Testberichte lesen. Bei Haustieren helfen eine gute Hinderniserkennung und eine Bürste, in der sich Haare wenig verwickeln.
Häufige Fragen
Wie viel Strom verbraucht ein Saugroboter im Jahr?
Bei täglicher Reinigung grob 40 bis 70 kWh inklusive Stand-by an der Station, also etwa 15 bis 25 Euro bei 37 Cent pro kWh. Stationen, die Mopps waschen und trocknen, brauchen mehr.
Kann man einen Saugroboter ohne App benutzen?
Viele Geräte lassen sich per Taste starten. Raumkarten, Sperrzonen und Zeitpläne laufen aber meist nur über die App. Prüfe vor dem Kauf, was ohne App und Konto möglich ist.
Wischt ein Saugroboter wirklich sauber?
Für Staub und leichte, frische Verschmutzungen reicht es meist. Eingetrocknete Flecken schafft ein Wischroboter oft nicht. Er hält Böden zwischendurch sauber, ersetzt aber nicht das gründliche Wischen.